Herren

"Die Belohnung blieb aus“

 

Spielbericht des 1. Spieltages der Herren I

 

TSG TC Dettingen-Wallhausen/TC Insel Reichenau 1

 

gegen

 

TC Nicolai Konstanz

 

 

10. Mai 2015, 1. Bezirksliga Herren: TSG TC Dettingen-Wallhausen/TC Insel Reichenau 1 -  TC Nicolai Konstanz

 

Der Auftakt der Bezirksligasaison startete direkt mit einer brisanten Partie. Im Stadtderby traf die erste Herrenmannschaft des TC Nicolai Konstanz auf die Spielgemeinschaft Dettingen-Wallhausen und der Insel Reichenau.

Die TSG überraschte mit erheblicher Verstärkung das Konstanzer Team. Mit Jordan Reed-Thomas (Schweiz) an Position 2 war ein Spieler im Aufgebot, der derzeit versucht durch Futures sich auf der ATP Tour zu etablieren. Reed-Thomas konnte zwar noch nichts Zählbares auf seinem ATP-Punktekonto verbuchen dies wird aber sicherlich nur eine Frage der Zeit sein. Auf Seiten des TC Nicolai stand der angehende Doktor der Mathematik Dennis Beermann Reed-Thomas gegenüber. Beide Protagonisten schenkten sich nichts -  nach 7:5; 5:7 musste der Match-Tiebreak die Entscheidung bringen. Beermann hatte den angehenden Profi am Rande einer Niederlage und führte bereits mit 6:2. Reed-Thomas kämpfte sich jedoch zurück und konnte am Ende mit 10:7 den Platz als Sieger verlassen. Beermann war nach dem Spiel sichtlich enttäuscht konnte der Situation jedoch etwas Positives abgewinne: "Ich habe mich gut gefühlt auf dem Platz und gemerkt, dass ich doch gar nicht so weit von absoluten Spitzenspielern wie Reed-Thomas entfernt bin". Gerüchten zu Folge prüft Beermann derzeit mit seinem sportlichen Berater J. Wigishoff ob eine verspätete Tenniskarriere noch in Frage kommt. Nach dieser Leistung kein abwegiger Gedanke.

An Position wurde das "Duell der Vorhände" ausgetragen. Moritz Storck und Fabian Pfaff zeigten in einem läuferisch und spielerisch hochklassigen Match ihr Können. Storck lag bereits mit Break 3:4 zurück und hatte mit seiner Nervosität zu kämpfen ehe er sich auf seine starke Vorhand zunehmend verlassen konnte und den ersten Satz verdient mit 6:4 gewann. Pfaff fand nun aber besser ins Spiel konnte ähnlich wie Storck seine Vorhand immer besser und effektiver einsetzen. Auch seine knallharten Aufschläge bescherten ihm den ein oder anderen freien Punkt. Mit einem Service-Winner konnte er Satz 2 mit 6:3 für sich entscheiden. Im Match-Tiebreak gelang Storck der bessere Start und schnell stand es 5:1. Storck wirkte frischer und mental gefestigt, was sicher auch seiner guten Vorbereitung zuzuschreiben ist. Pfaff fand nicht mehr die Mittel Storck in Bedrängnis zu bringen und musste sich am Ende mit 4:6, 6:3 und 6:10 geschlagen geben.

Mit Michael Scheureck an Position 6 ging der aktuelle Herren 40 Vizebezirksmeister für die TSG auf Punktejagd. Sascha Hamm gelang jedoch der bessere Start. Hamm glänzte mit einer hohen Laufbereitschaft und technisch sauberen Rückhänden und führte schnell 6:2. Scheureck kämpfte sich jedoch zurück ins Spiel und zwang Hamm immer wieder längere Ballwechsel zu spielen. Dies machte sich bemerkbar bei Hamm -  der trotz intensiver Vorbereitung noch nicht zu 100% austrainiert schien. Scheureck sicherte sich den zweiten Satz und erzwang damit den dritten Match-Tiebrak des Tages. Hamm ging aggressiv in die ersten Punkte rein und machte den frischeren und aktiveren Eindruck. Scheureck hingegen haderte mit sich selbst und bescherte durch einen Doppelfehler bei 7:8 Hamm wichtige Matchbälle. Mit all seiner Routine verwickelte Hamm seinen Gegner in einen spektakulären Ballwechsel, den er verdient für sich entscheiden konnte. Der Zwischenstand nach der ersten Runde war damit 2:1 für die Gastgeber.

Im Spitzenspiel kam es zu einem Trainer-Schüler-Duell. Youngster David Rebholz bekam es mit seinem Trainer Marko Becht zu tun. Rebholz zahlte im ersten Satz viel Lehrgeld und konnte lediglich ein Spiel sein Haben nennen. Becht spielte fast fehlerfrei und konnte die starken Aufschläge von Rebholz gut neutralisieren. Satz 2 gestaltete sich wesentlich spannender, da Rebholz konstanter und agiler spielte und den laufstarken Becht immer öfter zu Fehlern zwingen konnte. Beim Stande von 6:5 und Einstand war Fortuna Spitzenspier Becht freundlicher gesinnt und bescherte dem Spielertrainer durch einen Netzroller den ersten Matchball. Ein packender Ballwechsel mit dem besseren Ende für Becht bescherte der TSG den dritten Einzelpunkt.

An Position 3 bekam es der Mannschaftsführer des TC Nicolai Julien Wigishoff mit einem Gegner aus seiner Jugendzeit zu tun. Lars Hirnschall bewies, dass man auch auf Sand Rasentennis spielen kann. Frei nach dem Motto "je schneller desto besser" überraschte Hirnschall den anfangs noch etwas behäbig wirkenden Wigishoff mit knallharten Winnern. Wigishoff stand in den ersten 20 Minuten auf verlorenem Posten, was seine Mannschaftskollegen verwunderte, da Wigishoff zur Saisonvorbereitung extra nach Marokko reiste um auf den Spuren von Younes El Aynaoui zu wandeln und dadurch seine Form zu finden. Beim Stande von 5:2 und 40:15 wehrte Wigishoff zwei Satzbälle ab. Diese Situation gaben dem Lehramtsstudenten und Hobby-Barkeeper neue Kraft und er konnte den Insulaner Hirnschall in den Tiebreak zwingen. Im Tiebreak ließ Wigishoff nichts mehr anbrennen und sicherte sich Satz 1 mit 7:6. Satz 2 gestaltete sich deutlich einseitiger. Schläge die im ersten Satz noch unerreichbar für Wigishoff waren blieben nach wie vor unerreichbar -  jedoch platzierte Hirnschall diese Schläge nicht im Feld sondern hauptsächlich an der Plane. Wigishoff, der mit zunehmendem Alter seinem großen Vorbild Arnaud Clement vom optischen her immer ähnlicher wird, spielte seine Routine glänzend aus und bewog Hirnschall beim Stande von 1:5 zur Aufgabe.

Der ehemalige Villinger Dominik Bertsche traf an Position 5 auf den Linkshänder Matthias Hodler. Bertsche, bekannt für seine ausdauernde Spielweise, hatte die Aufgabe den wichtigen 3 Einzelpunkt für den TC Nicolai zu holen. In Satz 1 konnte Bertsche mit taktisch klugem Spiel seinem Gegner im entscheidenden Moment den Aufschlag abnehmen und den Satz mit 6:4 gewinnen. Hodler, bekannt für seine Nervenstärke, gab sich jedoch nicht auf erkämpfte sich mit mutigen Schlägern den zweiten Satz und verlagerte damit die Entscheidung in den vierten Match-Tiebreak des Spieltages. Bertsche, bekennender SC Freiburg Fan, agierte in dieser entscheidenden Phase ähnlich wie der SCF oftmals zu passiv und ließ die nötige Länge in seinen Schlägen vermissen. Hodler konnte mit druckvollen Vorhänden wichtige Winner schlagen und am Ende mit einem 10:5 den vierten Einzelpunkt für die TSG holen. Bertsche, welcher sichtlich enttäuscht war, musste sich im Nachhinein eingestehen das eventuell das "Bälle Schlagen" mit seiner Freundin Jasmin Grimm ihm einen guten Rhythmus bringe, nicht aber die im Herrentennis benötigte Geschwindigkeit und Länge.

 

Der TC Nicolai stand nun vor einer fast unmöglichen Aufgabe: es mussten 3 Doppel gewonnen werden. Besonders unter dem Aspekt, dass mit Reed-Thomas ein professioneller Doppelspezialist im Aufgebot der TSG stand, schien die Aufgabe schier unlösbar. Ziel musste sein drei starke Doppel zu stellen und mit etwas Glück alle drei zu gewinnen. Nach kurzer Beratung entschloss sich das Team Neuzugang Robert Uwira für Dominik Bertsche einzusetzen. Uwira fiel in den letzten Jahren im immer wieder durch seine guten Grillkünste positiv auf und wurde dementsprechend von vielen Vereinen im Bodenseeraum heiß umworben. "Beim TC Nicolai stimmt einfach das Gesamtpaket. Die professionelle sportliche Betreuung durch den Sportwart, das homogene Team und die professionelle Vorbereitung haben mir die Entscheidung am Ende leicht gemacht." so der Wahlschweizer. Mit Hilfe einer klugen Doppelaufstellung Beermann/Pfaff im ersten Doppel, Rebholz/Hamm im  zweiten Doppel und Wigishoff/Uwira im dritten Doppel sollte die TSG bezwungen werden. Schnell wurde deutlich, dass die ersten beiden Doppel an die Konstanzer gehen würden. Beermann/Pfaff und Rebholz/Hamm zeigten Herrendoppel vom Feinsten und holten beide in zwei Sätzen die Matchpunkte Nummer drei und vier. Wigishoff/Uwira, die schon in der Jugend große Siege erlangen konnten, mussten den ersten Satz schnell mit 2:6 abgeben. Im zweiten Satz gelang der TSG früh ein Break welches beim Stande von 4:5 wieder egalisiert werden konnte. Leider verloren Wigishoff/Uwira direkt wieder das Aufschlagspiel und standen bei 5:6 erneut mit dem Rücken zur Wand. Nach drei vergebenen Breakbällen beendete Reed-Thomas mit einem Schmetterball das Match und machte den Traum einer historischen Aufholjagd zunichte. Die TSG konnte das Derby mit dem starken Neuzugang Reed-Thomas knapp für sich entscheiden und ist im Kampf um den Bezirksligatitel nach wie vor im Rennen. Es bleibt abzuwarten ob Reed-Thomas auch in den folgenden Spielen der TSG zur Verfügung stehen wird. Der TC Nicolai wird im ersten Heimspiel am 7. Juni gegen den TC Pfaffenweiler versuchen den ersten Sieg zu erlangen. Das gesamte Team der ersten Herren bedankt sich bei allen Zuschauern und Unterstützern und hofft auf zahlreiches Erscheinen am 7. Juni wenn es heißt: TC Nicolai Konstanz gegen TC Pfaffenweiler.

 

Sportliche Grüsse,

Eure Herren 1

Nachdem die 1. Herrenmannschaft in den letzten Jahren einige Ab- und Aufstiege erlebt hatte, spielen wir jetzt schon im dritten Jahr in Folge konstant in der 1. Bezirksliga. Dort belegten wir zweimal den 3. und einmal sogar den 2. Platz. Daher ist es auch in diesem Jahr wieder unser Ziel, oben mitzuspielen.

In diesem Jahr verändert sich unsere Mannschaft erneut ein wenig. Der  Wechsel von Jochen Haake zu den Herren 30 wird durch ein neues und ein altbekanntes Gesicht kompensiert, sodass unsere Mannschaft von Spielern zwischen 15 und 27 Jahren repräsentiert wird. Wir hoffen auf eine gelungene Saison, spannende Matches und zahlreiche Besucher auf unserer wunderschönen Anlage.

Die 1. Herrenmannschaft

Herren-Symbolbild

Herren Symbolbild von 2009